

Yoga bei Erkältung
Yoga bei Erkältung: eine gute Idee oder lieber vermeiden?
Kurzantwort: Ob Yoga bei Erkältung sinnvoll ist, hängt von deinen Symptomen ab: Bei leichten Beschwerden kann sanftes Yoga wohltuend sein – bei Fieber oder starker Erschöpfung ist jedoch Ruhe die bessere Wahl.
Meide Yoga besonders bei Fieber, damit dein Immunsystem ungestört arbeiten kann. Auch bei starken Kopf- oder Gliederschmerzen sowie allgemeinem Unwohlsein ist Bettruhe empfehlenswert. Achte darauf, auf deinen Körper zu hören und dich nicht zu überfordern.

Yoga bei Erkältung?
Darf / sollte man bei einer Erkältung Yoga machen?
- Bei leichten Symptomen und klarem Kopf: Ja, aber sanft!
- Bei Fieber, Schlappheit oder Unwohlsein: Lieber ausruhen!
Nicht jede Erkältung ist gleich. Ob du Yoga machen solltest, hängt von deinen Symptomen und deinem allgemeinen Energielevel ab.
- Bei leichten Symptomen wie verstopfter Nase, leichtem Schnupfen oder etwas Husten: sanfte Yogaübungen sind meist möglich.
- Bei Fieber, Schüttelfrost oder starker Erschöpfung: unbedingt Ruhe einhalten und auf Yoga verzichten.
- Grundregel: Wenn du dich krank fühlst, erhole dich lieber und steig langsam wieder ein.
Wie fühlst Du dich? - Höre auf Deinen Körper...
- 🤔 Fühle ich mich körperlich stabil genug, um mich achtsam zu bewegen – oder brauche ich einfach nur Ruhe?
- 🌡️ Habe ich Fieber oder starke Beschwerden, die auf eine aktive Infektion hinweisen?
- 🧘 Würde mir sanfte Bewegung und Atmung jetzt gut tun – oder fühlt sich jede Aktivität wie eine Überforderung an?
- 🛌 Würde ich mich nach dem Yoga eher erfrischt oder erschöpft fühlen?
- 🫁 Ist meine Atmung frei genug, um ruhig und entspannt üben zu können?
- 🧠 Bin ich mental klar und präsent genug, um bewusst und achtsam zu praktizieren – oder fühle ich mich benebelt und unkonzentriert?

Wann du auf Yoga lieber verzichten solltest
In manchen Fällen ist Yoga kontraproduktiv und kann den Körper zusätzlich belasten. Auf Yoga solltest du lieber verzichten, wenn du folgende Symptome oder körperliche Zustände hast:
- Bei Fieber, Glieder- oder Kopfschmerzen oder starker Erschöpfung
- Starke Glieder-, Muskel- oder Kopfschmerzen
- Hustenanfälle oder Atemnot
- Wenn dein Kreislauf schwach ist oder du dich wackelig fühlst
- Bei akuten Infekten mit hohem Ruhebedürfnis
- Wenn du das Gefühl hast, dein Körper braucht vollständige Ruhe
Auch wenn du dich einfach kraftlos, reizbar oder „nicht ganz bei dir“ fühlst, ist es besser, dem Körper Ruhe und Erholung zu gönnen. Yoga wirkt unterstützend – aber nur, wenn du dich stabil genug fühlst.

🧘♀️ Sanfte Yogaübungen bei Erkältung
Wenn du dich trotz Erkältung klar im Kopf, körperlich stabil und nur leicht beeinträchtigt fühlst (z. B. etwas Schnupfen oder Husten, aber kein Fieber), kannst du vorsichtig Yoga machen. Wichtig ist, dass du dich dabei nicht schwach, schwindelig oder erschöpft fühlst.
👉 In solchen Fällen eignet sich besonders sanftes, regeneratives Yoga, wie z. B.:
- Restorative Yoga
- Yin Yoga
- ruhiges Hatha Yoga
- Atem- und Achtsamkeitsübungen
Vermeide dabei dynamische Flows, kraftvolle Atemtechniken oder Umkehrhaltungen und höre jederzeit auf deinen Körper.

🌬️ Wie Yoga bei Erkältung helfen kann
Ruhiges Yoga kann bei leichten Erkältungssymptomen wohltuend wirken und sogar Heilungsprozesse unterstützen:
- Fördert den Lymphfluss und unterstützt das Immunsystem
- Beruhigt das Nervensystem und reduziert Stress
- Löst sanft Verspannungen, besonders im Nacken und oberen Rücken
- Verbessert die Atmung durch gezielte Atemübungen
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🧘♀️ Sanfte Yogaübungen bei Erkältung
Hier sind einige Übungen, die besonders sanft und wohltuend sind und Yoga bei Erkältung ermöglichen bzw. unterstützend wirken können:
- „Legs up the wall“ (Viparita Karani): Entlastet Beine und beruhigt den Kreislauf
- Supta Baddha Konasana (liegende Schmetterlingshaltung): Öffnet Brustraum und fördert Entspannung
- Kindhaltung (Balasana) mit Kissen: sanfte Rückenentlastung
- Sanfte Drehhaltungen im Liegen: fördern Entgiftung & Lösung von Verspannungen
🧘♀️ Weitere Übungen für Yoga bei Erkältung:
- Supported Savasana (mit Kissen unter Rücken & Kopf)
Fördert tiefe Entspannung & Atemruhe
Ideal zum Abschalten und Loslassen - Anahatasana (Herzöffner auf Knien / „Melting Heart“)
Öffnet sanft den Brustraum
Unterstützt die Atmung & löst Spannungen im oberen Rücken - Sitzende Vorbeuge (Paschimottanasana – mit weicher Unterstützung)
Wirkt beruhigend auf das Nervensystem
Nur mit leicht gebeugten Knien und Kissen, um den Druck rauszunehmen - Katze-Kuh (Marjaryasana-Bitilasana)
Sanftes Bewegen der Wirbelsäule im Atemrhythmus
Lockert Verspannungen und bringt Wärme in den Körper - Supine Twist (liegende Drehung)
Unterstützt sanfte Entgiftung
Löst Spannung im unteren Rücken & wirkt beruhigend auf das Nervensystem - Atembewusste Hocke (Malasana, unterstützt)
Öffnet Becken & Lenden, unterstützt Ausleitung
Nur machen, wenn Kreislauf stabil ist
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🌬️ Atemübungen bei Erkältung
Die richtige Atmung kann viel zur Linderung beitragen – achte dabei aber auf dein Befinden:
- Nadi Shodhana (Wechselatmung): reinigt sanft die Atemwege, wenn die Nase frei ist
- Ujjayi (siegreiche Atmung): beruhigt und wärmt den Körper
- Tiefe Bauchatmung: aktiviert das parasympathische Nervensystem und unterstützt die Regeneration
- ❌ Vermeide kraftvolle Atemtechniken wie Kapalabhati oder Bhastrika bei Erkältung
🌬️ Zusätzliche Atemübungen bei Erkältung:
- Sitali (kühlende Atmung)
Wie? Zunge rollen (oder Lippen spitzen), langsam durch den „Strohhalm“ einatmen, durch die Nase ausatmen
Wirkung: Beruhigt Hitze & Reizung im Hals, kühlt den Atemweg
Tipp: Ideal bei leichtem Husten oder trockenem Hals - Dirgha Pranayama (3-teilige Vollatmung)
Wie? In drei Phasen atmen: Bauch – Rippen – Brust (Einatmung), umgekehrt aus
Wirkung: Vertieft den Atem, fördert Entspannung und hilft bei flacher Atmung
Tipp: Gut im Liegen oder Sitzen mit geschlossenen Augen - Bhramari (Bienenatmung)
Wie? Einatmen – beim Ausatmen summend „mmmm“ wie eine Biene mit geschlossenen Lippen und Ohren (optional mit Fingern sanft verschließen)
Wirkung: Beruhigt den Geist, löst Spannungen im Kopfbereich
Tipp: Ideal bei Kopfdruck, Reizbarkeit oder Nervosität - Samavritti (ausgleichende Atmung)
Wie? Zähle z. B. 4 Takte ein – 4 aus. Ziel: Gleichmäßigkeit.
Wirkung: Reguliert Atem & Nervensystem, gut bei Unruhe und Schlafproblemen
Wichtige Hinweise:
- Immer durch die Nase atmen, außer bei Sitali (bewusst durch den Mund einatmen)
- Keine forcierten Techniken bei starker Erkältung (z. B. kein Kapalabhati oder Bhastrika)
- Nutze ein ruhiges Umfeld, ggf. mit Musik, Decke & Tee
- 5–10 Minuten täglich genügen oft, um eine spürbare Wirkung zu erzielen
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